Start frei für ein neues Projekt – Gleisanbindung des Schmalspurbahnmuseums an die Lößnitzgrundbahn

08.10.2016

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Heute erfolgt der feierliche Spatenstich zur Erweiterung der Gleisanlage am Güterboden in Radebeul Ost.

Das ambitionierte Vorhaben beinhaltet zunächst die Gleisanbindung des Schmalspurbahnmuseums an die Lößnitzgrundbahn und als weiteren Schritt ab 2017 die Errichtung einer Fahrzeugüberdachung, um die historischen Eisenbahnfahrzeuge vor Witterung und Vandalismus zu schützen.

Mit dem Wiederaufbau der Gleisverbindung zum Güterboden, die noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll, wird der Bereich nördlich der Ladestraße wieder an die Lößnitzgrundbahn angebunden und die angrenzende Eisenbahnverkehrsfläche erhält Schritt für Schritt ihre Gleisanlagen zurück.

In den nächsten Jahren sollen dann hinter dem Güterboden ca. 210 Meter überdachte Gleise, verteilt auf vier parallel liegende Gleisen, entstehen, um die über Jahrzehnte gepflegten Fahrzeuge verschiedener Eigentümer aus den ersten Epochen der sächsischen Schmalspurbahnen dauerhaft erhalten zu können. Nicht zuletzt verschwindet so eine hässliche Brachfläche und Radebeul-Ost erhält an dieser Stelle ein schönes und interessantes Aussehen.

„Die Gleisanbindung und Fahrzeugüberdachung fordern die Stiftung in besonderer Weise und sind nur umsetzbar, wenn es gelingt, viele Unterstützer zu gewinnen, um gemeinsam ein besonderes Kapitel sächsischer Verkehrsgeschichte erlebbar zu machen.“ so der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Dr. Andreas Winkler.

>>Pressemitteilung 08.10.2016 - Stiftung Sächsische Schmalspurbahnen

Erhaltung historischer Zeitzeugen der sächsischen Schmalspurbahnen und ihre museale Präsentation im SSB Schmalspurbahnmuseum Radebeul

21.12.2015

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Seit Mitte der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts werden am Bahnhof Radebeul-Ost historische Sachzeugen der sächsischen Schmalspurbahnen für die Nachwelt museal erhalten. Die Traditionsbahn Radebeul pflegt nicht nur viele Fahrzeuge seit ihrer Gründung 1974, sondern lässt einen historischen Fahrbetrieb für die heutigen Generationen erlebbar werden.

Die Stiftung Sächsische Schmalspurbahnen verwirklicht ihren gemeinnützigen Stiftungszweck unter anderem in dem Bemühen, historische Eisenbahnfahrzeuge der sächsischen Schmalspurbahnen zu erhalten. Dafür ist es zwingend erforderlich, diese Fahrzeuge geschützt vor Witterungseinflüssen, aber auch Beschädigung, Diebstahl und Vandalismus abzustellen.

Im Gebäudeensemble des historischen Güterbodens besteht seit einigen Jahren die Möglichkeit, einige besonders kulturhistorisch wertvolle Fahrzeuge unterstellen zu können. Die Partner haben sich nunmehr darauf verständigt, die Unterstellmöglichkeiten schrittweise zu erweitern und mehr Fahrzeuge geschützt unterzustellen. Dafür ist in einem ersten Bauabschnitt vorgesehen, den Güterboden wieder an das Streckennetz der Lößnitzgrundbahn anzuschließen.

Die Traditionsbahn Radebeul und die Stiftung Sächsische Schmalspurbahnen haben die neue Form der Zusammenarbeit kürzlich vertraglich vereinbart. Das SSB Museum soll als Gemeinschaftsprojekt der Partner – in Abhängigkeit von den geplanten Bauabschnitten – weiter profiliert werden und auch mit der Präsentation der Fahrzeuge an Profil gewinnen. Die Rechtsform einer eigenständigen Museums-gGmbH wird durch die beiden Gesellschafter (Stiftung Sächsische Schmalspurbahnen und Traditionsbahn Radebeul) aufgegeben, um insbesondere Verwaltungskosten zu sparen. Beide Partner werden das Museum in gemeinsamer Trägerschaft weiterführen. An ausgewählten Fahrtagen der Traditionsbahn, wie auch bei Veranstaltungen im benachbarten Tagungszentrum, kann die derzeitige Ausstellung weiter besichtigt werden.

Die Stiftung beabsichtigt zudem, die ihr gehörende Lokomotive 99 606 nach ihrer optischen Aufarbeitung bei der Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn e. V. im Sommer 2016 nach Radebeul zu holen, um sie neben ihrer Schwesterlok 99 604 dauerhaft auszustellen.

>>Download Mitteilung 21.12.2015