Radebeuler Schmalspurbahn

Seit 129 Jahren dampfen Schmalspurbahnzüge durch den Lößnitzgrund, die Moritzburger Teichlandschaft bis nach Radeburg. Wichtige Ereignisse aus der Streckengeschichte finden Sie auf der folgenden Zeittafel. Sie möchten mehr über die Strecke der Lößnitzgrundbahn erfahren? Dann besuchen Sie unsere Ausstellung "Die ersten Jahrzehnte der Lößnitzgrundbahn" im Museum.

Chronik

7. November 1877

Die sächsische Regierung plant, beim weiteren Ausbau des Eisenbahnnetzes Sekundärbahnen mit 750 mm Spurweite zu bauen.

 

17. Januar 1881

Die Ständeversammlung stimmt dem Bau der Sekundärbahnlinie Radebeul - Radeburg zu.

 

Juni 1882

Das Projekt ist fertig. Die Trasse wird abgesteckt und die Enteignungsverhandlungen beginnen.

 

20. September 1883

Bei Dippelsdorf erfolgt der erste Spatenstich.

 

Juli 1884

Auf der neuen Trasse wird der Bauzugverkehr aufgenommen.

 

12. August 1884

Die erste Baulok erreicht Radeburg.

 

15. September 1884

Die Strecke Radebeul - Radeburg wird eingeweiht. Der Zugbetrieb beginnt mit drei Zugpaaren täglich.

 

19. Dezember 1884

Der sächsische König Friedrich August III. benutzt die Schmalspurbahn zur Fahrt nach Schloss Moritzburg.

 

10. November 1890

Der Rollbockbetrieb wird eingeführt.

 

Oktober 1893

Die bisher auf der Strecke eingesetzten kleinen Lokomotiven der Gattung I K werden durch die 4-achsige Gattung IV K verdrängt.

 

1910

Der Sommerfahrplan enthält 11 Personenzugpaare täglich. Zwei davon verkehren nur bis Moritzburg.

 

5. April 1914

Die Regierung plant die Verlängerung der Strecke an die zu bauende Nordostbahn. Die Arbeiten begannen 1920 und wurden 1927 eingestellt.

 

1. April 1920

Die Linie Radebeul - Radeburg (RRg-Linie) geht mit den anderen sächsischen Staatsbahnen in der deutschen Reichsbahn auf.

 

1937

Nach Verstärkung einzelner Brücken können die fünfachsigen VI K-Lokomotiven eingesetzt werden.

 

1937 - 1939

Die RRg-Linie dient dem Bau der Reichsautobahn Dresden - Berlin.

5. Mai 1945

Nach Kampfhandlungen in Radeburg wird der Verkehr für mehrere Wochen eingestellt, bis 1949 gilt ein eingeschränkter Fahrplan.

 

6. Oktober 1951

Endgültige Einstellung des Bahnpostverkehrs.

 

1966

Ein Generalverkehrsplan für den Bezirk Dresden sieht die Stilllegung aller Schmalspurbahnen bis 1975 vor. Die RRg-Linie gehört zu den zuletzt einzustellenden, der Güterverkehr wird aber auf den Bahnhof Radeburg beschränkt.

 

1. Juni 1969

Bei einer Fahrzeugausstellung wird erstmals der Museumszug in Radebeul gezeigt.

 

April 1969

Durch Stilllegungen im Erzgebirge frei gewordene Neubauloks werden zwischen Radebeul und Radeburg Lokomotiven der Gattung VI K abgelöst.

 

10. August 1974

Der Traditionszug verkehrt erstmalig und wird von ehrenamtlichen Eisenbahnfreunden betrieben.

 

Sommer 1975

Per Ministerbeschluss gehört die RRg-Linie zu den weiter betreibenden Touristenbahnen der DR.

 

21. Mai 1993

Der fast zum Erliegen gekommene Güterverkehr wird eingestellt. Dafür kann der Personenverkehr ausgebaut werden.

 

1. Januar 1994

Die Deutsche Bahn AG übernimmt die RRg-Linie, möchte sich aber bald von ihr und weiteren Schmalspurbahnen trennen.

 

24. Mai 1998

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) bestellt für 15 Jahre Verkehrs-
leistungen im ÖPNV. Die Deutsche Bahn sucht dennoch weiter nach einem neuen Betreiber.

 

31. Dezember 2000

Die BRG Servicegesellschaft Leipzig mbH übernimmt als DB-Tochter die Betriebsführung.

 

10. Juni 2004

Die DB AG übergibt die Strecke an die BVO Bahn GmbH, die seit 1998 die Fichtelbergbahn betreibt.

 

9. Mai 2007

Die BVO firmiert als Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft mbH (SDG).

 

5. Juni 2007

Die Lößnitzgrundbahn wechselt in das Eigentum der SDG, zu deren Gesellschaftern nun auch der VVO gehört.